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Italien nach Elfmeterkrimi gegen Spanien erster Finalist

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Italien nach Elfmeterkrimi gegen Spanien erster Finalist

Gianluigi Donnarumma war einer der Helden in Italiens Dress. Bild: APA/POOL

Italien hat den Erfolgslauf bei der paneuropäischen Fußball-EM fortgesetzt und als erstes Team den Einzug ins Finale perfekt gemacht. Der Achtelfinal-Bezwinger von Österreich bezwang am Dienstagabend im Halbfinale im Londoner Wembley-Stadion Spanien erst im Elfmeterschießen mit 4:2. Nach 90 und 120 Minuten war es nach Toren von Federico Chiesa (60.) bzw. Alvaro Morata (80.) 1:1 gestanden.

Die Spanier verpassten den dritten Finaleinzug bei den jüngsten vier EM-Auflagen, nachdem man 2008 und 2012 in der Folge auch den Titel geholt hatte. Im fünften Halbfinale des Kontinentalbewerbs gingen die Iberer erstmals als Verlierer vom Platz. Der vierfache Weltmeister hingegen darf nach dem Elfmeterkrimi, in dem nur Manuel Locatelli zu Beginn vergab und Jorginho den letzten Penalty verwertete, vom zweiten Europameistertitel nach 1968 träumen. Dafür verantwortlich war auch Goalie Gianluigi Donnarumma, der den Versuch von Morata parierte. Zudem schoss Dani Olmo auch noch über das Tor.

Bei den Italienern war Coach Roberto Mancini zu einer Änderung gezwungen. Emerson ersetzte wie erwartet den nach einem Achillessehnenriss bereits operierten Leonardo Spinazzola. Sonst bekamen jene Akteure die Chance, die auch im Viertelfinale beim 2:1 gegen Belgien begonnen hatten. Bei den Spaniern standen drei neue Kräfte in der Startelf. Zwei davon im Angriff. Olmo stürmte anstelle des verletzten Pablo Sarabia, Mikel Oyarzabal bekam gegenüber Morata den Vorzug. In der Innenverteidigung begann Eric Garcia, Villarreals Pau Torres musste im Vergleich zum Elfmeterkrimi gegen die Schweiz auf die Bank.

Die Spanier hatten erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, es entwickelte sich allgemein aber eine sehr offene und intensive Partie, die allerdings auch von Chancenarmut auf beiden Seiten geprägt war. Das hatte auch mit der starken Vorstellung der beiden Abwehrreihen zu tun. Erstmals gefährlich wurde es in der 21. Minute, da Emerson vor dem herausstürmenden Spanien-Goalie Unai Simon an den Ball kam. Nach dessen Zuspiel kamen aber weder Ciro Immobile, noch Nicolo Barella zum Abschluss. Vier Minuten später musste sich Donnarumma auf der anderen Seite das einzige Mal vor der Pause bei einem Abschluss von Olmo auszeichnen. Kurz vor dem Pausenpfiff scheiterte Emerson aus spitzem Winkel noch an der Latte.

Nach Wiederanpfiff wurde den Zuschauern von Beginn an sehr viel geboten. Giovanni di Lorenzo rettete gerade noch vor dem einschussbereiten Ferran Torres (50.), bei einem Schuss von Sergio Busquets fehlte nicht viel (52.). Das Tor fiel dann auf der anderen Seite. Nach einem schnellen Konter über fünf Stationen wurde Immobile zwar am Abschluss gehindert, dafür schnappte sich Chiesa den Ball, zog in den Strafraum und traf überlegt ins lange Eck.

Spaniens Reaktion wäre beinahe postwendend gefolgt, Oyarzabal verfehlte einen Kopfball aus bester Position (65.), Olmo traf den Ball nicht richtig, sein Schuss ging deshalb knapp daneben (67.). Doch die Italiener, die nun mehr Räume vorfanden, hätten auch den Sack endgültig zumachen können. Nach schöner Chiesa-Vorarbeit scheiterte Domenico Berardi an Simon, der mit dem Fuß glänzend reagierte (68.).

Das sollte sich rächen, da Morata als “Joker” stach. Der Juventus-Stürmer leitete die Aktion selbst ein und verwertete nach Doppelpass mit Olmo kaltschnäuzig gleich seine erste Möglichkeit. Deshalb ging die Partie in die Verlängerung, in der beide Mannschaften eher auf Sicherheit bedacht waren. Spanien war näher am Sieg dran. Donnarumma wehrte einen flachen Olmo-Freistoß ab, Moratas Nachschuss wurde geblockt (98.). Das war auch vier Minuten später bei einem Llorente-Schuss der Fall. Italien wurde nur einmal bei einem geblockten Berardi-Schuss gefährlich (110.).

Da Italien im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich hatte, blieb das Team zum 33. Mal in Folge ungeschlagen. Gegen Spanien setzte man sich wie auch im Achtelfinale der EM 2016 (2:0) durch. Vier Jahre zuvor hatte noch die “Roja” im Endspiel 2012 klar mit 4:0 die Oberhand behalten. Finalgegner am Sonntag in London ist der Sieger des Mittwoch-Duells England-Dänemark. (APA/Trustnet)

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